Im Januar um halb fünf

Von Oktober bis März ist es beim Ankommen dunkel und beim Gehen auch. Was in dieser Zeit passiert, hat mit Reiten wenig zu tun und mit Ausdauer viel.

Die erste Stelle sind die Hände. Sie sind nass, bevor irgendetwas anderes nass ist, und ab da läuft eine Uhr. Handschuhe, die vom Vortag noch feucht sind, sind keine Handschuhe. Deshalb liegt das Wort trocken in meiner Randspalte häufiger als jedes andere.

Die zweite Stelle sind die Füße. Sie werden später kalt als die Hände und beenden dafür den Nachmittag endgültig. Wer einmal mit warmen Füßen in einer kalten Stallgasse stand, kauft danach Socken im Mehrpack.

Die dritte Stelle ist das Licht. Ein Stall hat Beleuchtung, aber nie dort, wo gerade etwas gemacht wird. Eine Lampe, die man auf dem Kopf trägt, verändert daran mehr, als es klingt — nicht weil sie hell ist, sondern weil beide Hände frei bleiben.

Und dann ist da noch der Rückweg. Das Zeug, das mitkommt, ist nass, dreckig und riecht nach Stall, und es fährt trotzdem mit. Wohin damit, ist eine Frage, die man erst im Auto stellt.

Nichts davon fällt im Sommer auf. Alles davon entscheidet zwischen November und Februar darüber, ob jemand zwei Stunden bleibt oder eine.

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