Wer viel liest, liest an schlechten Orten

Leselampe über einer Sessellehne im Abendlicht

In der Vorstellung sitzt man im Sessel, die Lampe steht richtig, es ist ruhig. In der Praxis liest man im Bett neben jemandem, der schlafen will, im Zug bei Neonlicht, auf der Couch in einer Haltung, die nach vierzig Minuten weh tut.

Das ist keine Klage, sondern die Ausgangslage. Wer viel liest, liest nicht deshalb viel, weil die Umstände gut sind, sondern obwohl sie es nicht sind. Und genau deshalb funktionieren Geschenke, die an den Umständen ansetzen.

Das Licht ist der häufigste Fall. Deckenlicht kommt von oben, Nachttischlampen leuchten den halben Raum aus, und beides führt zu derselben Situation um halb zwölf: Man liest weiter oder man macht Rücksicht. Eine Klemmleuchte am Buchdeckel beendet diese Wahl.

Die Haltung ist der zweite Fall und wird konsequent unterschätzt. Ein Buch mit einer Hand offen zu halten, ist über zwei Stunden Arbeit. Man merkt es nicht am Abend, sondern daran, dass man das Lesen früher beendet, ohne einen Grund zu haben.

Der dritte Fall ist Lautstärke. Es gibt Umgebungen, gegen die kein Licht und keine Haltung hilft. Dagegen gibt es Ohrstöpsel, und sie sind das kleinste und wirksamste Geschenk in dieser ganzen Auswahl.

Alle Beiträge dieser Stimme

Lust, selbst passende Geschenke zu finden? Zu den Bücher & BookTok-Geschenkideen von Lia Wende