Acht Stunden auf der Con

Ungestylter Perückenkopf und Nadelkissen auf einer Werkbank

Ein Kostüm entsteht über Wochen und wird an einem einzigen Tag geprüft. Nicht von einer Jury, sondern von acht Stunden Stehen, Laufen, Treppen und Warteschlangen.

Was dann passiert, ist immer dasselbe. Irgendwo scheuert eine Kante. Irgendwo rutscht ein Teil, das beim Anprobieren gehalten hat. Irgendwann geht eine Naht auf, meistens am ungünstigsten Punkt. Und der Rucksack, der morgens leicht war, wird schwer, weil unterwegs Dinge dazukommen.

Deshalb steht bei mir vieles weiter oben, als es beim Bauen wirkt. Ein kleines Nähset ist kein Zubehör, sondern der Unterschied zwischen früher gehen und bleiben. Eine Powerbank ist keine Bequemlichkeit, sondern die Voraussetzung dafür, am Abend noch jemanden zu finden.

Der zweite Punkt betrifft das Packmaß, und da wird meistens falsch herum gedacht. Man packt für den Aufbau und vergisst den Rückweg. Was hin passt, passt zurück oft nicht mehr.

Nichts davon fällt beim Nähen auf. Es fällt um halb vier auf der Con auf, und dann ist es zu spät, etwas daran zu ändern.

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