Kondenswasser entscheidet die Nacht
Im Sommer ist die Ausstattung fast egal. Es ist warm, die Türen stehen offen, und wer etwas vergessen hat, merkt es nicht. Ab Oktober zeigt sich der Unterschied immer an derselben Stelle: an der Scheibe.
Zwei Menschen geben über eine Nacht eine erhebliche Menge Feuchtigkeit ab. Die Luft im Van kann sie nicht halten, also legt sie sich an die kälteste Fläche — an die Scheiben, an die Blechkanten, hinter die Verkleidung. Morgens ist das sichtbar, und alles, was daneben liegt, ist klamm.
Das ist kein Drama, aber es entscheidet, wie die Nacht war und wie der Vormittag wird. Klamme Decken trocknen unterwegs schlecht, und wer nachts fröstelt, packt am nächsten Tag früher zusammen, ohne einen Grund zu nennen.
Deshalb stehen Isolierung, Entfeuchtung und Decken bei mir weiter oben, als sie von außen wirken. Nichts davon sieht nach Ausrüstung aus. Eine Fensterisolierung liegt flach hinter der Rückenlehne und ist trotzdem jede Nacht im Einsatz.
Der zweite Punkt ist Lüften, und er kostet nichts. Kurz und richtig statt lange und halb — mehr Technik braucht es nicht, und mehr Technik kostet Strom, den man nachts nicht hat.