Der Weg zum Konzert
Ein Konzertabend ist für die Sammlung der Tag mit dem höchsten Risiko, und das hat wenig mit dem Konzert zu tun.
Es fängt beim Packen an. Mitgenommen wird meistens mehr, als hinterher noch in derselben Verfassung zurückkommt: etwas zum Tauschen, etwas zum Zeigen, etwas, das eigentlich zu Hause hätte bleiben sollen. In einer weichen Tasche verbiegt sich davon unterwegs zuverlässig etwas, und zwar an den Ecken, an denen man es später sieht.
Dann kommt das Warten. Draußen, oft stundenlang, manchmal im Regen, und mit einer Tasche, die zwischendurch auf dem Boden steht. Was hier hilft, ist eine feste Innenwand und ein Regenschutz — beides unspektakulär und beides der Unterschied zwischen einem guten und einem geärgerten Abend.
Dann der Abend selbst. Technik hält nie so lange, wie man denkt: Zwei Geräte gleichzeitig sind am Ende beide leer, und Batterien sind genau dann alle, wenn kein Laden mehr offen hat.
Und dann der Rückweg, an den beim Packen niemand denkt. Unterwegs ist etwas dazugekommen, die Tasche ist voller als morgens, und die Sorgfalt ist um Mitternacht deutlich geringer als um vier Uhr nachmittags.
Nichts davon fällt vorher auf. Es fällt beim Auspacken am nächsten Tag auf, und dann ist es nicht mehr zu ändern.