Was man Gamern nicht schenkt
Eingabegeräte. Maus, Tastatur, Headset, Controller. Sie setzen eine Vorliebe voraus, die man von außen nicht kennt, und sie ersetzen etwas, das der andere bewusst ausgesucht hat. Ein Geschenk, das ein Gerät ersetzt, sagt implizit: Deine Wahl war nicht gut genug.
Spiele als Überraschung. Die Bibliothek ist digital, sie ist lang, und ein großer Teil davon ist ungespielt. Dazu kommt, dass ein Titel dasselbe Problem hat wie ein Buch: Er ist eine Behauptung über den Geschmack. Wenn ein Wunsch geäußert wurde, ist das etwas anderes. Ohne Wunsch ist es Raten.
Alles mit Sprüchen über Zocken. Tassen, Schilder, Kissen, Socken. Sie sind im Moment des Auspackens lustig und danach Gegenstand. Wer das Hobby zum Motiv macht, behandelt es als Marotte statt als Beschäftigung — und das merkt man.
Was übrig bleibt, klingt unspektakulär: eine Auflage, ein Kanal, ein Lichtstreifen, ein Fach unter dem Tisch. Genau deshalb funktioniert es. Diese Dinge setzen keine Plattform und keinen Titel voraus.
Und wer unsicher ist, schenkt Verbrauch. Klettbänder, Reinigungskram, Ersatzauflagen. Nichts davon steht in Konkurrenz zu etwas, das schon da ist.