Was man fürs Zuhause nicht schenkt

Alles mit Motiv. Bilder, Poster, Drucke. Sie brauchen eine Wand, sie brauchen einen Platz an dieser Wand, und sie brauchen eine Übereinstimmung im Geschmack, die man von außen fast nie hat. Ein Motiv, das nicht passt, kann nicht weggeräumt werden, ohne dass es auffällt.

Deko mit Schriftzügen. Schilder, Kissen, Tassen mit Wörtern darauf. Sie sagen einmal etwas und danach jeden Tag dasselbe. Wer so etwas geschenkt bekommt, stellt es hin und wartet auf den Zeitpunkt, an dem es unauffällig verschwinden darf.

Intensive Düfte. Das ist die heikelste Kategorie überhaupt. Duft ist so persönlich wie Musik, er lässt sich nicht wegräumen, solange er im Raum ist, und er wirkt sofort. Ohne ausdrücklichen Wunsch ist das kein Geschenk, sondern eine Entscheidung über die Luft in einer fremden Wohnung.

Was übrig bleibt, klingt unspektakulär: ein Leuchtmittel, eine Decke, ein Vorhang, ein Paar Hausschuhe. Genau deshalb funktioniert es. Diese Dinge setzen keinen Stil und keine Wand voraus, sondern nur, dass jemand abends zu Hause ist.

Und wer unsicher ist, schenkt etwas, das aufgebraucht oder abgenutzt wird. Kerzen, Leuchtmittel, Textil. Nichts davon muss irgendwo hingestellt werden.

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