Thema
„Schenk den Eltern etwas. Das Kind bekommt genug.“
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Nr.01
„Er ist die einzige Möglichkeit, den ersten Kaffee auch warm zu trinken.“
Nr.02
„Das Telefon als Wecker bringt um sechs die ganze Welt mit ins Zimmer."
Nr.03
„Morgens fehlen nie die großen Dinge. Es fehlt der Schlüssel."
Nr.04
„Die Wäsche ist nie fertig. Sortiert ist sie trotzdem schneller."
Nr.05
„Es geht nicht um Sauberkeit. Es geht darum, das Teil nicht wegwerfen zu müssen."
Nr.06
„Kleinteile verschwinden nicht in der Maschine. Sie verschwinden nur ohne Netz."
Nr.07
Fünf Tage die Woche dieselbe Frage, und sie wird morgens um sieben gestellt."
Nr.08
„Reste sind Abendessen, wenn sie stapelbar sind."
Nr.09
„Einmal kochen für drei Tage ist keine Leidenschaft, sondern Planung."
Nr.10
„Die einzige Stunde, in der niemand etwas will, ist die letzte."
Nr.11
„Man setzt sich abends hin und merkt erst dann, wie kalt es war."
Nr.12
„Was nicht an der Wand steht, hat niemand gesagt."
Jana Schlaf kuratiert bei GeschenkMatch die Sektion Eltern und Familie. Die Auswahl richtet sich an die Erwachsenen im Haushalt und trennt fünf Bereiche: Morgen, Wäsche, Küche, Ruhe und Papier. Kein Spielzeug, keine Kinderausstattung. Grundlage ist ein Wochenblatt mit den drei Stellen, an denen es jeden Tag hakt.
Familiengeschenke landen fast immer beim Kind. Das ist verständlich und meistens auch richtig — nur bekommt das Kind ohnehin genug, und die Erwachsenen im selben Haushalt bekommen seit Jahren nichts, was für sie gedacht ist.
Das hat einen einfachen Grund. Wer Kinder hat, kauft sich selbst zuletzt etwas, weil das Budget schon dreimal verplant ist, bevor es an die eigene Zeile kommt. Genau deshalb sind die Sachen, die man selbst nicht kauft, die besten Geschenke.
Ich führe ein Wochenblatt, und darauf stehen drei Stellen: Aufstehen, Abholen, Abendessen. An diesen drei Stellen kippt ein Tag, und zwar nicht wegen der Kinder, sondern wegen der Reihenfolge. Zehn Minuten Suchen am Morgen sind zehn Minuten, die den Rest des Tages verschieben.
Meine Auswahl setzt dort an und nirgends sonst. Weniger Teile, weniger Aufräumen. Das ist kein Geiz, das ist Erfahrung. Und einmal im Jahr etwas, das ausschließlich für die Erwachsenen ist — nicht, weil sie es sich verdient haben, sondern weil es sonst niemand kauft.
„Man beschenkt die Kinder und meint die Eltern. Einmal im Jahr darf man das umdrehen.“