Was auf dem Wochenplan steht

An unserer Kühlschranktür hängt ein Wochenblatt, halb ausgefüllt, wie immer. Interessant sind daran nicht die Termine, sondern drei Stellen, die sich Woche für Woche wiederholen.

Die erste ist das Aufstehen. Hier entscheidet sich, ob der Rest des Tages Vorsprung hat oder Rückstand. Und er entscheidet sich nicht an großen Dingen, sondern an Suchvorgängen: Schlüssel, Schuhe, die eine Dose. Zehn Minuten Suchen sind zehn Minuten, die vorne fehlen und die man hinten nicht mehr einholt.

Die zweite ist das Abholen. Ein fester Zeitpunkt in der Mitte des Tages, um den herum sich alles andere sortieren muss, und der jede Verschiebung sofort bestraft.

Die dritte ist das Abendessen. Es findet zu einer Uhrzeit statt, zu der niemand mehr Kapazität hat, etwas zu entscheiden. Deshalb ist alles, was diese Entscheidung vorwegnimmt, an dieser Stelle wertvoller als es aussieht — was am Sonntag vorbereitet wurde, entscheidet über den Mittwoch.

Was auf dem Blatt nicht vorkommt, ist ebenso aufschlussreich: keine Spalte für die Erwachsenen. Kein Eintrag, der nur für sie da wäre. Genau das ist die Lücke, in die ein Geschenk passt.

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