Die Ignoriert-Spalte
Ich führe eine Liste mit zwei Spalten. Links steht, was angeschafft wurde. Rechts steht, ob es angenommen oder ignoriert wurde.
Die Liste ist über Jahre entstanden, und die rechte Spalte ist deutlich voller als erwartet. Ungefähr die Hälfte. Das ist keine Aussage über schlechte Produkte — vieles davon war durchdacht, teuer und gut gemeint. Es ist eine Aussage darüber, wie wenig sich vorhersagen lässt.
Interessant wird die Liste erst, wenn man sortiert. In der angenommenen Spalte stehen fast nur zwei Sorten von Dingen: solche, die eine Fläche anbieten und stehen bleiben, und solche, die gar nicht für das Tier gekauft wurden. Die Decke auf dem Sessel. Der Karton, der zufällig da stand. Nichts davon war ein Angebot, und genau deshalb hat es funktioniert.
In der ignorierten Spalte stehen überwiegend Dinge mit einer Absicht. Etwas soll benutzt, bespielt oder abgewöhnt werden. Diese Absicht steht dem Objekt an, und sie wird sehr zuverlässig übergangen.
Für die Auswahl heißt das: zurückhaltend bleiben. Wenn die Hälfte ignoriert wird, ist eine kurze Liste ehrlicher als eine lange. Und wenn ein Objekt für den Menschen gedacht ist, liegt die Annahmequote bei hundert Prozent.