Die Stunde nach dem Feuer

Das Feuer hört auf, der Abend nicht. Was danach kommt, dauert ungefähr eine Stunde und ist der am schlechtesten ausgestattete Teil des ganzen Ablaufs.
Zuerst muss etwas ruhen. Das ist keine Marotte, sondern der Grund, warum man sich die Stunden davor überhaupt gemacht hat. Ruhen heißt: Es liegt irgendwo und wird nicht kalt. Genau dafür fehlt fast immer die Fläche und fast immer der Behälter.
Dann wird zerlegt, und zwar draußen, im Halbdunkeln, auf einem Tisch, auf dem schon alles andere steht. Ein langes Messer und ein Brett mit Rille sind hier keine Feinheit, sondern der Unterschied zwischen einem Stück und einem Haufen.
Dann wird getragen. Vom Feuer bis zum Tisch sind es zehn Meter und zwanzig Minuten, weil noch jemand telefoniert und noch jemand die Getränke holt. Wer das einmal mit einem Thermobehälter gemacht hat, macht es nie wieder anders.
Und am Ende steht die Spüle. Wer draußen kocht, spült drinnen — meistens allein, meistens gegen halb eins. Dafür schenkt niemand etwas, und deshalb steht bei mir vieles aus dieser Stunde weiter oben, als es beim Anfeuern wirkt.
Nichts davon fällt auf, solange das Feuer brennt. Es fällt danach auf, und dann ist der Abend schon vorbei.