Der Weg zur nächsten Einheit

Eine Trainingseinheit fängt nicht im Studio an. Sie fängt am Abend davor an, im Flur, an einer Tasche, die gepackt ist oder nicht.
Wer das ein paar Jahre macht, kennt den Ablauf: Am Sonntag ist alles vorbereitet, am Mittwoch fehlt das Handtuch, am Donnerstag sind die Schuhe noch im Auto, und am Freitag findet es nicht statt — nicht aus Unlust, sondern weil zwischen Feierabend und Studio zu viele kleine Hindernisse liegen.
Deshalb steht bei mir vieles weiter oben, als es beim Training wirkt. Ein Beutel für nasse Sachen ist kein Komfort, sondern der Grund, warum die Tasche am nächsten Tag wieder benutzbar ist. Ein zweites Handtuch ist kein Luxus, sondern der Unterschied zwischen zwei und vier Einheiten in einer Woche mit viel zu tun.
Der zweite Punkt betrifft die Wochen, in denen der Weg gar nicht stattfindet. Krankheit, Reise, Umzug, Kind krank. In diesen Wochen entscheidet sich, ob jemand danach zurückkommt oder neu anfängt. Was dann zu Hause im Regal liegt, muss keine Einheit ersetzen — es muss nur verhindern, dass die Lücke drei Wochen lang wird.
Nichts davon fällt beim Training auf. Es fällt an einem Dienstagabend im Flur auf, und dann ist es schon entschieden.