Was man Trainierenden nicht schenkt

Nahrungsergänzung. Was jemand isst und trinkt, ist eine Entscheidung, die er selbst trifft, oft nach Beratung und immer nach eigenem Maßstab. Ein Geschenk kann das nicht wissen, und ein Wirkversprechen auf der Dose macht es nicht besser. Die Kategorie kommt bei mir grundsätzlich nicht vor.
Alles, was den Körper misst. Waagen, Messbänder, Geräte mit Zielwerten. Sie sehen aus wie Zubehör und sind es nicht: Sie bringen eine Bewertung mit, die niemand bestellt hat, und sie packt man vor anderen Leuten aus. Wenn jemand so etwas will, kauft er es sich selbst.
Kleidung in einer bestimmten Größe. Zwei Risiken auf einmal — die Passform und die implizite Aussage über den Körper, für den sie gekauft wurde. Selbst wenn beides zufällig stimmt, ist es das eine Geschenk, das im Zweifel kommentiert werden muss.
Motivationskram. Poster, Sprüche auf Flaschen, Kalender mit Countdown. Wer regelmäßig trainiert, hat kein Motivationsproblem, sondern ein Logistikproblem. Ein Spruch löst keins von beiden.
Was übrig bleibt, klingt langweilig: eine Tasche, ein Beutel, ein Handtuch, ein Ball. Genau deshalb funktioniert es. Diese Dinge setzen nichts über den Beschenkten voraus, außer dass er regelmäßig hingeht.