Was man Menschen, die backen, nicht schenkt

Formen für genau ein Motiv. Sie werden einmal benutzt, weil sie ein Geschenk waren, und danach nie wieder, weil niemand zweimal im Jahr dasselbe Motiv braucht. Sie sind sperrig, sie lassen sich schlecht stapeln, und weggeben kann man sie auch nicht.

Sets mit fünfzehn Teilen. Drei davon sind brauchbar, der Rest ist Füllmaterial für den Karton. Ein Set sieht nach einem großen Geschenk aus und ist in Wahrheit eine Aufräumaufgabe. Die drei brauchbaren Teile hätte man einzeln schenken können.

Alles mit aufgedruckten Sprüchen. Schürzen, Bretter, Tassen. Sie sind im Moment des Auspackens lustig und danach ein Gegenstand, den man aus Höflichkeit behält. Wer das Hobby als Running Gag behandelt, sagt damit auch, wie ernst er es nimmt.

Was übrig bleibt, klingt unspektakulär: eine genauere Waage, ein besseres Messer, ein Tuch, ein Korb. Genau deshalb funktioniert es. Diese Dinge setzen kein Rezept voraus, sondern nur, dass jemand regelmäßig Teig anfasst.

Und wer unsicher ist, schenkt Verbrauch. Papier, Tücher, gutes Mehl. Nichts davon muss in den Schrank.

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